Das Tagebuch zweier Reisender1.Tag - Freitag, 27.6.08 Abflug: Düsseldorf 21:10 Uhr Essen kostete... Getränke 2€ Ankunft: Dublin 22:59 Uhr Warten wir doch mal da... Pünktlich 23 Uhr (ortszeit) kam er dann auch da an... eine 3/4 Stunde bis Dun Laoghaire... aber wo sollte eigentlich uns Bed&Breakfast (B&B)? Noch schnell unter die Dusche gesprungen und ab ins Bett - tot umfall!
2. Tag - Samstag, 28.6.08 Die Nacht war kurz, das Bett zu klein und eine Bettdecke zu wenig für zwei Leute. Nach einem leckeren irischem Frühstück mit allem was dazu gehört - Weatebix, Brown Bread, Toast, salzige Butter, Ei und Speck, Saussages, Tee und O-saft - machten wir uns schwerbepackt auf den Weg mit dem Dart zurück nach Dublin. Und dann gings wieder los! Die Suche nach dem Westbrookhouse in der Galway Road und somit
In Milltown Malbay angekommen, haben wir an das erst beste B&B angeklopft, das unseren Weg kreuzte und wurden mit irischer Freundlichkeit begrüßt. Da es schon 21 Uhr war und wir längr nichts gegessen hatten, war die Frau sogar so freundlich uns noch ein paar Sandwiches mit frischem Obst und Salat zum Abendessen fertig gemacht - umsonst! Echter Luxus!
Erkenntnis des Tages: Irische Freundlichkeit ist unbezahlbar!
3. Tag - Sonntag, 29.6.'08 Nach dem Frühstück sattelten wir unsere Fahrräder wieder auf und wollten uns gerade rauf schwingen als es anfing zu regnen. Zum Glück aber nicht lang... typisch irisch...^^ Mit den grünen Wiesen, Steinmauern und immer wieder kleinen Herden an Kühen, gab das alles ein absolut himmlisches Bild ab. Leider konnte man nicht alle paar Meter anhalten um ein Foto zu knipsen. Auf dem Weg zu einer besonders hohen Steilküste, den "Cliffs of Moher", kamen wir an einem kilometerweiten Dünenweg auf dem wir immer wieder im Sand stecken blieben. Als wir die Sehenswürdigkeit erreicht hatten, mussten wir erst einmal nach oben gelangen, denn der Aufstieg war mit den Rädern sehr anstrengend. Aber als wir oben waren, merkten wir, das es sich gelohnt hat: Bei dem herrlichen Anblick und frischem Wind haben wir uns eine kleine Pause gegönnt. Danach haben wir uns wieder auf die Räder gesetzt und konnten - im Gegensatz zu allen anderen Touristen - den Berg runtersausen. Irgendwann führte uns die Straße von der Küste ab und Sven entschied an einer Kreuzung gen Meer abzubiegen - auf gut Glück! Dummerweise ging es ziemlich schnell, ziemlich steil runter, weshalb ich meinem Freund erstmal zugerufen habe: "Wenn wir hier gleich wieder rauf müssen, bringe ich dich um!". Obwohl mein Satz natürlich nicht ernst gemeint war, hat Sven schon Glück gehabt, denn im Tal landeten wir wirklich in schneller Fahrt in Doolin. Ein nettes kleines Örtchen, das wir uns für den Tag als Ziel ausgesucht hatten. Das besondere an dem Spiel war, dass im Nachbarzimmer irische Livemusik gespielt wurde. Die Musiker hatten keinen Fernseher vor AUgen und trotzdem schien es, als würden beide Events absolut aufeinanderabgestimmt zu sein. Ein interessantes Erlebnis. Zumal wir irgendwann feststellten, dass wir im deutschen Eck saßen.
4. Tag - Montag, 30.6.'08 Da unsere Unterkunft kein Frühstück anbot, haben wir uns nach einer kurzen Duschen im Dorf das Nötigste besorgt und sind wieder zum Hafen gefahren um da unser Frühstück einzunehmen. Aber durch das schlechte Wetter und die ungewohnten Strapazen vom Fahrradfahren, war Svens Laune für den Tag ersteinmal im Eimer. Schiebend legten wir dann die nächsten Meter zurück. Schimpfend und Fluchend. Als wir jedoch einige Zeit später am Blackhead ankamen und die Sonne wieder durch die Wolken tauchte, gewann auch seine gute Laune wieder und ich konnte endlich wieder ruhig mit ihm sprechen. Nach einer ausgiebigen Pause an der Klippe der Galwaybucht fuhren wir weiter nach Ballyvaughen. Auf der Suche nach einem B&B kamen wir an einem schönem blauen Haus vorbei, das zufällig auch eine Unterkunft für Gäste bot. Wir klingelten an der Tür und die Tochter des Hauses vermittelte uns so souverän ein Zimmer, als wäre sie selbst die Hausherrin. Als wir die gemütlichen Zimmer sahen, beschlossen wir an diesem Ort zwei Tage zu bleiben und uns mal die nähere Umgebung anzugucken. Zu erst haben wir aber wieder unsere Fahrräder entladen, das Gepäck aufs Zimmer gebracht und eine Dusche genossen.
5. Tag - Dienstag, 1.7.'08 An diesem Morgen haben wir die Würstchen direkt weggelassen - dafür gab es dann zum Ausgleich gebratene Pilze. Fragt sich nun was besser ist. Nach dem Frühstück machten wir uns auf zur "Aillwee Cave", einer Tropfsteinhöhle ganz in der Nähe mitten in den "Burren". Bis zu dem Höhleneingang sollten es zwar nur 4,5km sein, aber der Weg zog sich lang und hoch hin, das man daran zweifeln könnte, dass das wirklich so stimmt. Als wir endlich soweit waren, das wir die Preislist für die Eintrittskarten sehen konnten, stellten wir fest, dass sie ziemlich hoch waren - wie auch vieles andere in Irland - (15€ für Erwachsene, 13€ für Schüler und Studenten). Trotzdem bezahlten wir, denn irgendwie wäre es auch ziemlich frustrierend gewesen direkt wieder umzukehren. WIr wurden sofort erstmal mit einem Schwall von Worten überhäuft, in denen wohl erklärt wurde was man alles für sein Geld machen könne. Das einzige was ich aus diesen Worten raushören konnte, war die Beschreibung wie wir unsere Räder loswerden könnten: "In ein paar Metern kommt auf der rechten Seit ein Shop, vor dem ihr die Rädern abschließen könnt. Dann fahrt ihr noch etwas weiter und da oben ist dann der Hühleneingang. Davor könnte ihr sie dann abstellen." - Macht das irgendeinen Sinn??? Die Führung durch die Höhle wurde von einem jungen Mann geleitet und brachte uns einen halben Kilometer in die Tiefen der unendlich langgestreckten Burren. Der Weg war weitestgehend mit angestrahlten Stalaktiten und Stalakmiten und einzelnen Knochen der Bergbewohnern gesäumt. An einer Stelle kamen wir an einem Wasserfall vorbei, doch ehe man sich versah, war die Führung schon wieder vorbei - mitten in der Höhle... zumindest kam man nur auf einem Weg wieder ans Tageslicht zurück, so konnte keiner verloren gehen.
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...erst mal! Zumindest konnten wir jetzt das schwere Gepäck in unsere Satteltaschen umpacken und an die Räder hängen.
Und ab ging die wilde Fahrt... von Ennis nach Milltown Malbay - wir wollten ans Meer. Wir haben uns vom Fahrradverleiher noch den Weg erklären lassen. In 1 1/2 Stunden seid ihr da, meinte er... Er dachte wohl wir hätten noch einen Motor im Gepäck gehabt, denn wir brauchten für die 36 km locker 4 Stunden.
Zumal es unterwegs auch noch einen Berg mit etwa 350m an Höhe zu bewältigen galt... leider weist in Irland keiner auf die Prozentzahl der Steigungen hin, aber da auch ein trainierterer Rennradfahrer seine Probleme hatte... und das sogar ohne zusätzliche Gewichte hinten dran. Nachher ging es dann zum Glück fast nur noch bergab... nur ärgerlich wenn man dann in einem Tal bremsen muss um eine Panne zu reparieren.


Dort nahmen wir uns das erste und einzige Mal ein Hostel. Es war zwar die günstigste Unterkunft unseres Urlaubs, aber bei weitem auch nicht so komfortabel wie ein B&B. Wir stellten nur unser Gepäck ab und verließen die Unterkunft wieder so schnell als um die nähere Umgebung zu erkunden. Damit wir nicht verhungern mussten, kauften wir uns eine Kleinigkeit zum Essen und fuhren mit den Rädern weiter zum Hafen.
Da erkundeten wir uns nach einer Überfahrt zu den Aran Islands für den nächsten Tag. Doch weil uns das einfach zu teuer war, entschieden wir uns schnell gegen das Inselhopping und setzten uns zum (Nach-)Mittagessen auf die sonnengewärmten Steinen und genossen die schöne Aussicht.
Die letzten Sonnenstrahlen wärmten uns das Gesicht, bis wir zum Abendessen in dem Pub von Doolin einkehrten. Nach dem Essen setzten wir uns im gleichen Pub in einen anderen Raum und guckten uns das Finale der EM Deutschland gegen Spanien an. 
Zum Weiterfahren griffen wir unsere Strecke entlang der Küste wieder auf, doch da es an dem Tag sehr schwül war, waren die Berg- und Talfahrten nicht unbedingt ein Zuckerschlecken. Kurzzeitig führte uns die Straße von der Küste weg und als wir das Meer wieder sehen konnten, trafen wir auf eine Meute ausgehungerter Touristen. Da wussten wir, dass wir "The Burren" wirklich erreicht hatten, doch konnten wir den Anblick der kilometerlangen Felslandschaft nicht genießen, denn just in dem Moment als wir eine kurze Pause einlegen wollten fing es an zu regnen. Schicksal... Aber auch nicht wirklich tragisch, denn wie sich rausstellen sollte, begleitete uns der Anblick noch fast bis Galway.